Presseveröffentlichungen des Stadtverbands Freudenberg BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

April 2007

Freudenberger Grüne ziehen positive Bilanz

Vorstand einstimmig wiedergewählt

Der Stadtverband BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Freudenberg zog auf seiner Mitgliederversammlung im Restaurant Lohmühle eine positive Bilanz der lokalen politischen Tätigkeiten. „Die Position der Grünen in Freudenberg ist gefragt“ so der 1. Vorsitzende Werner Steuber, dies habe im besonderen Maße der erstmals veranstaltete „Grünen-Treff“ gezeigt. Das Bedürfnis nach Informationen und politischen Gehör der von den Vorhaben Wilhelmshöhe-West und neue Ortsumgehung Freudenberg betroffenen Bürger ist groß. „Wir nehmen die Sorgen der Betroffenen sehr ernst und bieten der in Gründung befindlichen Bürgerinitiative unsere Unterstützung an“ hält der 1.Vorsitzende fest.

Auch Christiane Berlin konnte aus dem Rat Positives berichten. So führt eine Initiative der Grünen dazu, dass nun endlich die Verkehrsicherheit auf der K20 von Einmündung Bottenberg bis Kreuzung Siegener Straße (Bushaltestelle Bottenberger Weg) durch Beibehaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung erhöht wird. „Das kommt vor allem den am meisten gefährdeten Schulkindern, Fußgängern zur Bushaltestelle und Radfahrern, die diesen Teil täglich oder gelegentlich benutzen müssen zu Gute“ resümiert Christiane Berlin.

In Bezug auf die Ausschussarbeit fordern die Freudenberger Grünen, dass sie und auch die anderen kleinen Faktionen in allen Ausschüssen das gleiche Stimmrecht bekommen wie die Mitglieder von CDU und SPD. Dadurch könnte die politische Mitwirkung noch verbessert werden.

Bei der anschließenden Wahl wurde der Ortsvorstand mit dem 1.Vorsitzenden und Sprecher Werner Steuber, dem 2. Vorsitzenden und Sprecherstellvertreter Dieter Ohrndorf und Christiane Berlin als Kassiererin einstimmig wiedergewählt. Der Vorstand möchte vor allem weitere interessierte Bürger für eine Mitarbeit gewinnen und ermuntert alle Altersgruppen mitzumachen. Sicher kann der Einzelne wenig Einfluss auf die globale Politik nehmen. Aber wir leben in Freudenberg, hier sehen, hören und merken wir die Folgen unseres eigenen Handelns im Negativen wie im Positiven. Im lokalen Handeln liegt unsere Chance. Hier können wir Verantwortung übernehmen.

Weitere Informationen und die Kontaktangaben sind im Internet unter www.gruene-freudenberg.de zu finden.

„So nicht!“ - Freudenberger GRÜNE nehmen kritisch Stellung zur aktuellen Gewerbegebiets- und Umgehungsstraßendiskussion

Etwa 50 Bürgerinnen und Bürger folgten am  Samstag, den 24.03. der Einladung des Stadtverbandes der Freudenberger Grünen ins Schlossberg Cafe, um sich über die aktuellen Überlegungen der Stadt zum Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-West sowie einer möglichen Ortsumgehung zu informieren und darüber zu diskutieren.

Nach der Begrüßung der Anwesenden durch den ersten Vorsitzenden des grünen Stadtverbandes, Werner Steuber, erläuterte Baudezernent Karl-Hermann Hartmann zunächst die Planungen im Detail und stellte sich den zahlreichen Fragen und Einwänden der Anwesenden.

Im Anschluss daran nahm der grüne Landtagsabgeordnete Johannes Remmel zu den Planungsvorhaben Stellung und stellte angesichts der veranschlagten erheblichen Kosten für die Ortsumgehung von 27 Millionen Euro einen Baubeginn ab 2011 in Frage: „Zunächst müsste ein solches Vorhaben in den Bedarfsplan des Landes NRW mit einer Bezugszeit von 20 Jahren und anschließend in den Ausbauplan mit einem Bezugszeitraum von 5 Jahren aufgenommen werden. Erst dann könnte in einem Zeitraum von 5 Jahren das Linienbestimmungsverfahren durchgeführt werden, was wiederum Voraussetzung für die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens ist.“

Dieter Ohrndorf, zweiter Vorsitzender der Freudenberger Grünen, erläuterte daraufhin die Sicht der Grünen auf lokaler Ebene: „Sowohl bezogen auf ein Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-West wie auch in Bezug auf die jetzige Ortsumgehungsdiskussion stellen wir fest, dass die Belange von Mensch, Umwelt und Natur hier massiv verletzt werden. Deshalb verstehen wir diejenigen Bürgerinnen und Bürger gut, die die Planungen der vorgestellten Art als nicht mehr zeitgemäß bezeichnen. Wenn jeden Tag in Deutschland 100 ha Natur für Straßen, Gewerbe- und Industriegebiete, Bauflächen und sonstigen Nutzungen verbraucht werden, sollte eigentlich jedem klar sein, dass man angesichts der unübersehbaren Probleme z.B. des Klimawandels so nicht weitermachen kann!“

Ohrndorf berief sich auf die selbstgegebene Agenda 21 der Stadt Freudenberg, die einen strategischen Handlungsrahmen für Politik und Verwaltung abgeben soll und worin gefordert sei, dass „Umwelt- und Entwicklungsfragen gleichermaßen anzugehen“ seien. Dem würden die jetzigen Planungen in keinster Weise gerecht „Das Planungsvorhaben Wilhelmshöhe-West widerspricht dem Ziel des nachhaltigen Flächenmanagements. Denn von der Bezirksregierung Arnsberg wird im Zusammenhang mit der Neuaufstellung des Regionalplans ein Gewerbeflächenbedarf für Freudenberg bis 2020 von 9 ha anerkannt. Tatsächlich betreibt die Stadt Freudenberg aber eine Planung mit 14 ha - also von mehr als 50% über dem anerkannten Bedarf!“ Zudem würden die Belange der Anwohner in Lindenberg, Zeitenbach, Oberheuslingen und Bottenberg nur in dem Maße geschützt, wie die Bauvorschriften es vorsehen. „Die tatsächlich zu erwartende Lärmbelästigung, Luft- und Wasserverschmutzung, die Veränderung des Landschaftsbilds finden keine Berücksichtigung. Auch der Wertverlust der Häuser und Grundstücke bleibt außen vor. Wer interessiert sich schon für Häuser und Grundstücke am Rande eines Industriegebiets.“ Daher fordern die Grünen „die Verkleinerung des Gewerbegebietes Wilhelmshöhe-Westauf auf den genehmigten Bedarf von 9 ha und die Zurücknahme der Ausweisung des Interkommunalen GIB-Gebiets aus dem Regionalplan.“

Auch die Planung der Ortsumgehung verfehlt aus sich der Grünen „die selbst gestellten Ziele der Stadt Freudenberg in der Agenda 21: „Zielkonform wäre, das vorhandene Straßennetz besser auszubauen, sicherer zu machen und den Lärmschutz zu verbessern.“ Unverständlich finden die Grünen, dass der Planungsansatz außer von den Grünen über alle Parteien hinweg gelobt wird, „obwohl die verkehrspolitische Sinnhaftigkeit nicht nachgewiesen ist. Es liegen keinerlei aktuelle Verkehrsmessungen und Verkehrsprognosen vor. Es ist also reine Spekulation, dass Bahnhofstraße und Olper Straße im Freudenberger Stadtkern nachhaltig entlastet würden.“

Da die Trasse im wesentlichen über Freiflächen verläuft, Brückenbauwerke die Täler überspannen und sensible ökologische Bereiche in Anspruch genommen werden, ist nicht davon auszugehen, das der Eingriff ökologisch unschädlich oder auch nur vertretbar wäre, was die notwendigen Umweltverträglichkeitsuntersuchungen auch zeigen werden,“ so die Grünen weiter.

„Aus den genannten Gründen haben wir erhebliche Bedenken gegen die beiden Planungsvorhaben“, so die Freudenberger Grünen abschließend. „Wir erwarten daher  alternative Lösungsvorschläge, die sinnvoll und ökologisch vertretbar sind und die Belange der dort lebenden Menschen berücksichtigen. Dafür werden wir uns in den Gremien unserer Stadt sowie auf Kreis- und Landesebene mit allem Nachdruck einsetzen. Wir bieten zugleich allen Initiativen von seiten der Bürgerinnen und Bürger unsere entschiedene Unterstützung an.“

 

April 2005

Freudenberger Grüne besuchten Fa  Wieds Ecochem AG

Fraktion und Stadtverband der Freudenberger BÜNDNIS 90/DIE Grünen haben sich in der letzten Woche von der Innovationskraft und der Umweltorientierung eines erfolgreichen einheimischen mittelständigen Unternehmen überzeugen können. Der Vorstand der Wieds Ecochem AG konnte eindrucksvoll in einer Präsentation und anschließenden Betriebsbesichtigung die Leistungsfähigkeit, die Qualitätsorientierung und erfolgreiche Betriebsführung darstellen. Das dabei die Umweltaspekte einen besonderen Stellenwert haben, erfreute die GRÜNEN-Vertreter besonders. Auch konnten sie sich überzeugen, das dem Thema Sicherheit größte Bedeutung beigemessen wird. Die Maßnahmen reichen von der sachgerechten Lagerung, der automatischen Überwachung der Produktions-prozesse, der ordnungsgemäßen Kennzeichnung der chemischen Produkte bis hin zu regelmäßigen Übungen und Trainings der Mitarbeiter im Verhalten in Gefahren-situationen. Dem Zusammenwirken mit den Freudenberger Feuerwehren und der Feuerwache in Siegen wird große Aufmerksamkeit gewidmet. Regelmäßige Begehungen und Übungen gehören dazu.

In der abschließenden Diskussion wurden die unternehmerischen Aspekte diskutiert unter dem Gesichtspunkt, wie kann Grünenpolitik lokal, regional und überregional die Rahmenbedingungen für mittelständige Unternehmen wie die Fa Wieds Ecochem AG verbessern und damit zum Erhalt und Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen.

Die Freudenberger Grünen wollen nicht verhindern, sondern mitgestalten. Weitere Informationen sind im Internet unter www.gruene-freudenberg.de zu finden.

März 2005

Freudenberger Grüne mit Neustart zufrieden

Der Vorstand der Freudenberger Grünen zeigte sich auf der Mitgliederversammlung am 14.03.2005 sehr erfreut über den gelungenen Neustart im letzten Jahr. „Die Kommunalwahl war für uns Grünen ein schöner Erfolg“ resümierte der 1. Vorsitzende Werner Steuber. Im Ergebnis wurde der „Grünen“ Anteil so gesteigert, dass mit Christiane Berlin und Rudolf Irle nun zwei Mitglieder der GÜNEN Partei im Stadtrat vertreten sind. Darüber hinaus sind fast alle Ausschüsse mit Grünen Vertretern besetzt.

Fraktion und Stadtverband haben sich seit der Kommunalwahl aktiv in die politische Willensbildung und konkrete Ausgestaltung einzelner Maßnahmen und Verfahren eingebracht. So wurden ein eigenes Gutachten zum Erhalt der 250 jährigen „Friedhofs Esche“ beauftragt, ein gemeinsamer Antrag zum Bebauungsplan Stadtmitte-Süd eingebracht, die ablehnende Position zum Gewerbegebiet Wilhelmshöhe West in den laufenden Beratungen klargestellt und im Rahmen der Abstimmungsverfahren des diesjährigen Haushaltplans der Stadt Freudenberg eigene Vorschläge vorgebracht. Gerade für die Kinder muß in Freudenberg mehr im schulischen Bereich und zur Verbesserung des Freizeitangebot getan werden.

Die Freudenberger Grünen wollen keine Verhinderungspolitik betreiben, sondern dafür sorgen, dass die Zukunftsperspektiven für Freudenberg erhalten und verbessert werden. Hierzu wäre es wünschenswert, wenn mehr junge Leute sich im Sinne der Grünen-Zielsetzungen in den unterschiedlichsten Gremien engagieren würden. Ein entsprechendes Programm auf Kreisebene wird von den Freudenberger Grünen aktiv unterstützt.

Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen. Die Kontaktadressen sind auf der eigenen Homepage unter www.gruene-freudenberg.de zu finden.

Juli 2004

GRÜNE Freudenbergs sind für Zurückhaltung bei neuen Industrie- und Gewerbegebieten

Die Behandlung der Planungen der Industrie-/Gewerbegebietsprojekte Wihelmshöhe West und Seelbach/Oberschelden durch die Stadt Freudenberg und die anderen Parteinen stößt bei den Freudenberger GRÜNEN auf grundsätzlichen Widerspruch. Die Situation stellt sich für die GRÜNEN so dar, dass eine sachliche Betrachtung unter Beachtung aller Aspekte nicht stattfindet. Vielmehr wird taktiert und Meinungs-bekundungen unter Wahlkampfgesichtspunkten abgegeben.

So wird das Projekt Wilhelmshöhe West seit Sommer 2003 gänzlich totgeschwiegen. Die Eingaben der Bürger im Rahmen der vorgezogenen Bürgerbeteiligung aus dem Jahr 2003 liegen in der Schublade und werden nicht behandelt. Das Nichtstun wird mit neuen Planungsvorgaben abgetan. Darüber wird aber in der Öffentlichkeit nicht informiert. Sollen etwa die Fehlplanungen der Stadt auf Kosten der Bürger durch das schnelle Vorpreschen der politisch Verantwortlichen verdeckt werden? Wo bleibt die vielbeschworene sachgerechte Abwägung zum Wohle der Freudenberger Bürger.

Mit der Begründung der Vermeidung von zusätzlichen Schwerlastverkehr für die anliegenden Ortschaften wird das Gewerbegebiet Seelbach/Oberschelden ohne einen Autobahnanschluss von dem Bürgermeisterschaftskandidaten einer großen im Freudenberger Rat vertretenen Partei abgelehnt. Die Freudenberger GRÜNEN fragen sich welche einseitige Überlegung dieser Forderung zugrunde liegt. Würde nicht gerade ein Autobahnanschluss auf der Heisberger Höhe eine wesentlich höhere Belastung für Oberfischbach, Niederndorf und Heisberg bringen? Und was ist mit den Immissionen durch das Gewerbegebiet selbst? Diese machen nicht an der Bebauungsgrenze halt ,sondern breiten sich flächenartig auf alle angrenzenden Ortschaften aus. Und spielt der Schwerlastverkehr für die durch das Gewerbegebiet Wilhelmshöhe West betroffenen Ortschaften keine Rolle? Was wird hier eigentlich gespielt?

Während in anderen Städten bereits Autofreie Wohnanlagen gebaut werden, plant die Stadt Freudenberg weiterhin Industrie-und Gewerbegebiete unmittelbar neben den Wohngebieten. Anstatt sich um eine nachhaltige Entwicklung der Stadt im Kontext von Ökologie und Ökonomie zu kümmern, werden neue Projekte mit schädlichen Auswirkungen auf Menschen, Natur und Umwelt verfolgt.

Die GRÜNEN Freudenbergs raten dringend zu einer Kurskorrektur. Nicht die nachträgliche Beseitigung von Umweltschäden kann das Ziel sein, sondern vielmehr die Vermeidung. Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Wir wollen die Stadt Freudenberg als vitalen Wohn,- Lebens- und Wirtschaftsstandort festigen und den ständigen Flächenverbrauch eindämmen. Freudenberg braucht keine neuen Gewerbegebiete, sondern die vorhanden Flächen müssen besser ausgenutzt werden. Ziel muss es sein für die Ansiedlung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze zu sorgen.