Grüne in Freudenberg


Pressemitteilung vom 16.06.2011

Freudenberger Grüne fordern mehr Engagement für die Zukunft

Vorstand einstimmig wiedergewählt

Der Stadtverband BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Freudenberg beschäftigte sich auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung im Restaurant Lohmühle mit einer Reihe wichtiger Zukunftsfragen für Freudenberg. So standen Schulenwicklung, Ausbau von Windkraft- und Solarstromanlagen sowie der weitere Flächenverbrauch ganz oben auf der Agenda.

Die zukunftsorientierte Gestaltung der Freudenberger Schullandschaft mit der Möglichkeit des Erreichen des Abiturabschlusses in Freudenberg war und ist den Freudenberger Grünen ein wichtiges Anliegen. Erfreulich ist, dass nun endlich für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule ein pädagogisches Konzept erstellt wird und ein konkreter Zeitplan bekannt gemacht wurde. Wichtig ist, dass die Informationen bei den Eltern ankommt und offene Fragen beantwortet werden. Alle betroffenen Eltern sollen in der geplanten Befragung die richtige Entscheidung treffen können. Dafür müssen Konzept, Einführung und Entwicklung den Eltern ausreichend bekannt sein. Dies ist umso wichtiger da die Befragung in die Urlaubszeit fällt und damit die Zeit immer knapper wird.

Im Hinblick auf die OVG-Entscheidung vom 09.06 2011 zur Gemeinschaftsschule Finnentrop haben die Grünen die Information aus Düsseldorf, dass es Ziel ist spätestens im Juli das Gesetz in den Landtag einzubringen. Basis sind die Ergebnisse diverser Arbeitsgruppe, die im Rahmen der von Silvia Löhrmann als zuständiger Ministerin initiierten der Bildungskonferenz. Im Zentrum steht die individuelle Förderung für das einzelne Kind. Mehr Bildungsgerechtigkeit, eine größere Leistungsfähigkeit des Schulsystems zu schaffen und ein umfassendes Schulangebot angesichts des demografischen Wandels zu sichern, sind die Ziele.

Beim Thema Nutzung erneuerbarer Energien sehen die Grünen die Stadt Freudenberg ins Abseits driften. Während in anderen Kommunen Bürgerwindparks entstehen und die Errichtung von Solarstromanlagen aktiv unterstützt werden, stagniert die Entwicklung in Freudenberg. Das Ausweisen von Vorrangzonen für Windkraftanlagen ist das eine, die aktive Umsetzung durch Unterstützung potenzieller Investoren das andere. Die Unterstützung kann in den einzelnen Feldern vielfältig sein. So kann die Stadt Freudenberg etwaige Hindernisse im Baurecht beseitigen, Gespräche mit Eigentümern der Flächen positiv beeinflussen oder für Solaranlagen Flächen auf stadteigenen Gebäuden z.B. auf Schulen zur Verfügung stellen. Die Grünen wollen, dass die Stadt Freudenberg diesen wichtigen Projekten mehr Priorität verleiht.

Weiter fordern die Grünen in Freudenberg einen angemessenen Beitrag zum Stop des ungezügelten Flächenverbrauch für Gewerbegebiete, Straßen und Gebäude. Für ein effizientes Flächenmanagement fehlt es an den geeigneten Instrumenten. Ein Gewerbegebietskataster welches über Nutzung, Freiflächen, Reserven informiert, ist nicht vorhanden. Eine strategische Ausrichtung wo Freudenberg in den nächsten 10 Jahren hin will, findet nicht statt. Die Einbeziehung von Wirtschaft, Bürgern, Vereinen sehen die Grünen als dringend notwendig an. Die Grünen wollen nicht missverstanden werden. Natürlich sollen sich die ansässigen Unternehmen weiterentwickeln können. Natürlich soll das Abwandern von Arbeitplätzen verhindert werden. Das gegenseitige Abwerben von Unternehmen aber durch die Konkurrenz der Kommunen untereinander beim Erschließen von Gewerbeflächen muss ein Ende haben. Die Grünen fordern, dass in diesem Sinne der Regionalplan nicht nur auf dem Papier existiert sondern auch verbindlich für die Kommunen ist und eingehalten wird.

Bei den anstehenden Wahlen wurde der Ortsvorstand mit dem 1.Vorsitzenden und Sprecher Werner Steuber, dem 2. Vorsitzenden und Sprecherstellvertreter Dieter Ohrndorf und Christiane Berlin als Kassiererin einstimmig wiedergewählt.

Der Vorstand möchte vor allem weitere interessierte Bürger für eine Mitarbeit gewinnen und ermuntert alle Altersgruppen mitzumachen. Sicher kann der Einzelne wenig Einfluss auf die globale Politik nehmen. Aber wir leben in Freudenberg! Hier sehen, hören und merken wir die Folgen unseres eigenen Handelns im Negativen wie im Positiven. Im lokalen Handeln liegt unsere Chance. Hier kann jeder Verantwortung übernehmen.

Weitere Informationen und die Kontaktdaten der Freudenberger Grünen sind im Internet unter www.gruene-freudenberg.de zu finden.

Grüne Eckpunkte für mehr Bürgerbeteiligung

>>   mehr Demokratie
>>   frühzeitige Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe mit der       Verwaltung und echter Prüfung von Alternativen
>>   die Offenlegung staatlicher Planungen im Internet
       (Open Data)
>>   eine Reform des Bau- und Planungsrechts
>>   Konfliktlösung durch Meditation und Schlichtung
>>   effektiven Rechtschutz

Z
um Weiterlesen: http://www.gruenes-blog.de/buergerbeteiligung
 

Die Freudenberger Grünen wollen was bewegen

Mit Christiane Berlin, Werner Steuber und Eberhard Schray wurden 3 Vertreter in den neuen Rat gewählt. Durch das gute Ergebnis haben wir auch das Stimmrecht in allen wichtigen Ausschüssen erreicht. Damit können wir im Rat und den Ausschüssen unsere Positionen und Ziele besser verfolgen.

„Für die neue Legislaturperiode haben wir uns viel vorgenommen“, so der 1. Vorsitzende Werner Steuber. „Im Bereich Ökologie und Umwelt setzen wir uns für den Schutz von Natur und Umwelt ein. Der Flächenverbrauch für immer neue Straßen und Industrieprojekte muss eingeschränkt werden. Wir sind gegen die L 565 neu, weil die Entlastungswirkung für den Ortskern Freudenberg zu niedrig ist, hingegen die Belastungen für die angrenzenden Ortschaften zu hoch und der Eingriff in Landschaft, Umwelt und Natur zu erheblich ist.“

Weitere wichtige Themen sind für die Freudenberger Grünen die Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer im Kernbereich sowie die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Immer mehr ältere Menschen werden zukünftig in dörflichen Räumen leben. Für sie wird es immer problematischer Ärzte, Apotheken, Geschäfte, Behörden usw. in Freudenberg zu erreichen. Andere Kommunen machen uns mit Bürgerbuskonzepten vor wie man eine signifikante Verbesserung erreichen kann.

Aber auch im Bereich Bildung sehen die Freudenberger Grünen dringenden Handlungsbedarf. Sie fordern die Einrichtung einer integrierten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe am Standort Freudenberg. Die hohe Belastung für täglich über 800 Auspendler auf auswärtige Schulen sowie zurückgehende Schülerzahlen zwingen zum Handeln.

 

 Aus dem Rat:

Der Rat der Stadt Freudenberg hat in seiner Sitzung am 14. Februar die Fortführung der Erschließung des Industriegebiet Wihelmshöhe West mit den Stimmen von CDU, SPD und F.D.P. beschlossen. Lediglich die beiden Ratsmitglieder der Grünen und ein Ratsmitglied der SPD haben gegen die Vorlage gestimmt.

Nach der Vorlage des Bürgermeisters soll eine Fläche von 17 Hektar erschlossen werden. Hierfür müssen 33,7 Hektar Wald geopfert werden. Der Abstand zur Wohnbebauung ist gering. Da der Stadt Freudenberg selbst das Geld für die Erschließung fehlt, hat die Stadtsparkasse Freudenberg die Projektträgerschaft übernommen.

Alle vorgebrachten Bedenken werden ohne Rücksicht auf Umwelt-, Natur und Landschaftsschutz einfach vom Tisch gefegt. Ohne rechtskräftige Pläne wird die Abholzung genehmigt. Christiane Berlin machte deutlich, dass die Erschließungsfläche an den Bedarf von 9 Hektar angepasst werden muss. Der ungebremste Verbrauch von Freifläche muss endlich auch in Freudenberg aufhören.

 

Global denken – Lokal handeln

Dieses Motto vertreten wir Grüne in Freudenberg im Rat und in den Ausschüssen. In einer Vielzahl von Beiträgen, Abstimmungen mit anderen Fraktionen und eigenen Anträgen wird konkret versucht auf die einzelnen Vorhaben Einfluß zu nehmen. Leider bleibt uns in vielen Fällen nur die beratende Rolle. Aber das können Sie mit Ihrer Stimme für uns bei der nächsten Wahl ändern.

Wir sind der Meinung, dass in allen Handlungsfeldern kurzsichtige Entscheidungen in die Irre führen. Der Mensch als Teil der Natur soll im Mittelpunkt stehen. Es geht um Chancengleichheit für alle und darum unseren Kindern und Enkeln lebenswerte Bedingungen zu erhalten. Hierbei kommt dem Erhalt von Natur und Umwelt als unserer Lebensgrundlage zentrale Bedeutung zu.

Für diese Politik setzen wir uns in Freudenberg ein.

   
 


 
 

 

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