Termine
Dienstag, 21. Februar, 19.30 Uhr Mitgliederversammlung des Stadtverbandes und
Fraktionssitzung im
Hotel Zur Altstadt.
Unsere Haltung zum Antrag auf Änderung des Regionalplans zur Ausweisung
neuer Gewerbe- und Industrieflächen im Stadtentwicklungs-
ausschuss
In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 07.02.2012
wurde über den vorstehenden Antrag informiert und
eingehend diskutiert. Basis war eine Untersuchung der
Verwaltung der Stadt Freudenberg, in der im gesamten
Stadtgebiet eine Untersuchung zur Ausweisung neuer Gewerbeflächen
durchgeführt wurde. Insgesamt wurden 12 Bereiche
untersucht. Die Ergebnisse reichten von guten bis nicht
gegeben Entwicklungschancen. Das Gebiet hinter dem Briefverteilzentrum
wurde mit gegeben Entwicklungs- chancen von der Verwaltung
vorgeschlagen: "Im Untersuchungsbereich könnten
10 ha als Industrie- und Gewerbefläche entwickelt
werden, welche ohne größere Störung
der Ortsrandlage autobahnnah so entwickelt werden könnten,
dass eine Schwerlastverkehrsbelastung für die Ortsrandlagen
ausgeschlossen werden kann. Eine Größenordnung
von ca. 10 ha würde den mittel- bis langfristigen
Bedarf Freudenbergs an Gewerbeflächen decken".
- Übrigens die Anfrage nach weiteren Gewerbeflächen
kam unmittelbar nach der letzten Kommunalwahl 2009 aus
den Reihen der CDU-Fraktion -
Wir haben nach eingehender Diskussion und Abwägung
folgenden Standpunkt eingenommen: Der vorliegende Antrag verfolgt das Ziel über den im
gültigen Regionalplan für den Zeitraum bis 2020 ausgewiesenen Bedarf hinaus
weitere 10 ha Gewerbe- und Industrieflächen zu erschließen.
Wir konstatieren: Der Flächenverbrauch geht in
Freudenberg ungebremst weiter:
·
Damit soll nicht gesagt werden, dass wir keinen
weiteren Bedarf an Gewerbe- und Industrieflächen sähen
·
Wir unterstützen ausdrücklich die Ansiedlung von
Betrieben im Bereich der Zukunftstechnologien mit hochwertigen Arbeitsplätzen
·
Wir wollen, dass Freudenberger Unternehmen die
notwendigen Entwicklungsperspektiven haben
·
Wir erwarten aber, dass die Ziele des Regionalplans
beachtet werden, insbesondere, dass die Stadtentwicklung flächensparend und
umweltschonend erfolgt und dass die Bauleitplanung sich am aktuellen
nachweisbaren Bedarf zu orientieren hat. Die besondere Bedeutung liegt auf der
Formulierung „nachweisbarer Bedarf“.
·
Wir vermissen jegliche Strategie für die
Stadtentwicklung: Wie soll Freudenberg in 10 Jahren aussehen? Industriestadt?
Handelszentrum oder Freizeit-/Ferienregion? Oder von allem ein bisschen und
nichts richtig?
·
Wir fordern die umgehend Beteiligung aller
gesellschaftlichen Gruppen in Freudenberg im Sinne der selbstgegebenen Agenda
21, damit ein Konsens für das vorgesehene Vorhaben erreicht wird.
·
Flächeneffizienz und schonender Umgang mit der Natur
sind für uns Voraussetzung
Nur unter dem Vorbehalt, dass unsere Forderungen
zukünftig erfüllt werden, können wir dem heutigen Antrag zustimmen. Werden
unsere Forderungen verhindert, werden wir uns in dem weitern Bauleitverfahren
erbittert zur Wehr setzen.
Gesamtschule - Eine Option für Freudenberg!
Die von SPD und Bündnis 90/Die Grünen in
NRW favorisierte Gemeinschaftsschule, die auch in Freudenberg
durch einen Ratsbeschluss aller Fraktionen auf den Weg
gebracht werden sollte, und für die ein tragfähiges
Konzept erarbeitet wurde, wird es nach dem Schulkonsens
von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen künftig
nicht mehr geben.
Der Schulentwicklungsplan für Freudenberg muss
also fortgeschrieben werden. Die "Projektgruppe
Bildung und Region" ist daher beauftragt, die für
Freudenberg im Bereich der weiterführenden Schulen
möglichen Schulformen unter Berücksichtigung
des Schulkonsens zu prüfen.
Wir Grünen in Freudenberg hoffen, dass für Freudenberg
als Option auch die Gründung einer kleinen Gesamtschule
erreicht werden kann. Unser Ziel bleibt, dass auch die
Kinder in Freudenberg vor Ort möglichst lange gemeinsam
lernen und die Hochschulreife erwerben können.
Beiträge aus der Vergangenheit:
Antwort auf eine Anfrage eines betroffenen Bürgers
zur Baumfällaktion in der Triftstraße in
Büschergrund
Seit Frühjahr diesen Jahres ist uns die Absicht,
dass die Kastanien am Rand der Triftstraße gefällt
werden sollten, bekannt. Die Baumfällung wurde
von Seiten der Stadt Freudenberg mit dem anstehenden
Straßenausbauprojekt begründet. Problemstellungen
dieser Art gibt es auch in Freudenberg immer wieder.
Deshalb erfordert jeder Einzelfall unsere besondere
Aufmerksamkeit und Bewertung. Alle Grünen Vertreter
in den unterschiedlichen politischen Gremien der Stadt
Freudenberg waren und sind der Meinung, dass der Erhalt
der Kastanien in der Triftstraße das Bauprojekt
nicht wesentlich beeinflusst hätte. Deshalb
haben wir uns für den Erhalt eingesetzt. Wir haben
im Bauausschuss gegen die Baumfällung gestimmt,
konnten aber trotz unseres Bemühens den Beschluss
nicht verhindern, da wir nur 1 Stimme von 13 Gesamtstimmen
in diesem Ausschuss haben. Auch in der Presse haben
wir uns deutlich für den Erhalt der Kastanien ausgesprochen.
Seit Jahren versuchen wir für den Kernraum Freudenberg/Büschergrund
die Aufstellung einer Baumschutzsatzung durchzusetzen.
Dies wurde von der Mehrheit der anderen im Rat vertretenen
Parteinen bewusst verhindert, da ja dann auch die Verwaltung
in ihrem Handeln daran gebunden wäre. Nach wie
vor sind wir der Meinung, dass die Aufstellung
einer Baumschutzsatzung unter aktiver Beteiligung der
Bürger und der Naturschutzverbände die beste
Lösung wäre.
Nun nochmals zur Baumfällaktion. Das Verfahren
und die Umsetzung beanstanden wir aufs heftigste. Wir
waren in den Prozess nicht eingebunden und haben dagegen
protestiert. Letztlich sind Fakten geschaffen worden,
die nicht rückholbar sind. Verlierer ist mal wieder
wie so oft die Natur. Die Folgen dieses Handelns haben
insbesondere unsere Kinder und Enkel zu tragen. Im der
Triftstraße waren es die Kastanien, auf der Wilhelmshöhe-West
waren es 30 Hektar Wald. Der Zwang zum verantwortlichen
Umgang mit der Natur ist offensichtlich in Freudenberg
noch nicht angekommen!
Zum heutigen Zeitpunkt bleibt uns nur noch die Möglichkeit
die weitere Umsetzung auch in der Triftstraße
kritisch zu begleiten, um weitere Zerstörungen
von Natur zu verhindern. Wir Grüne werden uns nach
wie vor nach besten Kräften für den Erhalt
unserer Umwelt in Freudenberg einsetzen. Wir sind gestärkt
aus der Kommunalwahl hervorgegangen und können
zukünftig in Kooperation mit anderen Fraktionen
Mehrheiten in diesem Sinne erreichen.
Erlauben Sie mir zu Schluss die Bemerkung: Hätte
Freudenberg einen Grünen-Bürgermeister, wären
die Kastanien nicht gefällt worden!
Antrag
der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen an den Rat der Stadt Freudenberg gem. §5 GO:
Der Rat der
Stadt Freudenberg beauftragt Herrn Bürgermeister Günther, in der
Ortsbürgermeisterkonferenz auf die Schließung des
Siegerlandflughafens hinzuwirken. Zumindest aber fordert der Rat der Stadt
Freudenberg ein Ende der Subventionierung des Flughafens aus Kreismitteln, um
die kreisangehörigen Kommunen und somit die Stadt Freudenberg zu entlasten.
Begründung:
In jedem Haushaltsjahr wird der Siegerlandflughafen mit rund einer Mio.
€ aus dem Schattenhaushalt des Kreises Siegen-Wittgenstein – der Betriebs- und
Beteiligungsgesellschaft – subventioniert. Diese Subventionierung ist
umlagewirksam und bedeutet allein für die Stadt Freudenberg eine jährliche
finanzielle Belastung zwischen 50.200 € (in 2009) und 51.400 € (in 2010).
Obwohl die Freudenberger den Flughafen Köln-Bonn mit einem deutlich
besseren Angebot annähernd genauso schnell erreichen und in Düsseldorf und
Frankfurt/M. weitere Angebote zur Verfügung stehen und eben auch entsprechend
häufiger genutzt werden, müssen unsere Bürgerinnen und Bürger seit Jahrzehnten
für das unwirtschaftliche Millionengrab auf der Lipper Höhe zahlen. Ein Angebot
für normale Fluggäste gibt es auf dem Siegerlandflughafen zudem auch gar nicht.
Wer fliegen will, muss sich gleich ein ganzes Flugzeug chartern, da sämtliche
Linienflüge wegen der Verluste eingestellt wurden.
Auch für den Frachtverkehr
erfüllt der Siegerland-Flughafen eher ein Nischendasein, denn für den Transport
von Großfracht fehlen die entsprechenden Genehmigungen, zumal die Start- und
Landebahn nicht dafür ausgelegt ist.
Selbst die Befürworter für einen Weiterbetrieb des Flughafens in der
jetzigen Form räumen aus vorgenannten Gründen mittlerweile öffentlich ein, dass
der Siegerlandflughafen nie „schwarze“ Zahlen schreiben und somit dauerhaft am
Tropf des Kreises hängen wird.
Es ist aus unserer Sicht untragbar, dass sich ein kleiner
Regionalflughafen, dessen verkehrspolitischer Nutzen selbst bei großzügiger
Betrachtungsweise nicht zu erkennen ist und der – im Gegensatz zum weitaus
bedeutenderen ÖPNV – von gerade einmal
3% der EinwohnerInnen des Kreises überhaupt benutzt wird, weiter großzügiger
Subventionierung erfreuen darf, während gleichzeitig keine Kommune in
Siegen-Wittgenstein auch nur annähernd einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen
kann.
Der Nothaushalt in Freudenberg zwingt uns zu immer tiefergreifenden
Einsparungen. Es ist nicht hinnehmbar, das der Kreis Siegen-Wittgenstein in
dieser Lage die Kreisumlage anhebt, wie den vorgelegten Haushalts-Eckwerten des
Kreises Siegen-Wittgenstein für das Jahr 2011, nach denen der Gesamthebesatz
von heute 55,75 % auf 66,65 % in 2011 ansteigen soll.
Vor diesem Hintergrund ist es unseres Erachtens dringend geboten,
Einsparungen auf Kreisebene ernsthaft zu diskutieren und umzusetzen – dazu
gehört insbesondere das Millionengrab Siegerland-Flughafen!
Gemeinsamer Antrag von Grünen, SPD, AL, CDU und FDP vom 2. November
2010
Die Fraktionen im Rat der Stadt
beantragen,
der Rat möge den Bürgermeister
beauftragen, zu prüfen, ob am Standort Schulzentrum in Büschergrund in
Zusammenarbeit mit der Real- und Hauptschule die Möglichkeit besteht, zum 1.
August 2011 eine Gemeinschaftsschule mit einem gymnasialen Zweig einzurichten.
Begründung:
Auf der Grundlage des
Schulentwicklungsplanes der Stadt Freudenberg, der in Kürze vorliegen wird,
werden sich die Schülerzahlen der beiden von der Stadt angebotenen
Sekundarschulen Haupt – und Realschule
im Mittel der Schuljahre 1998/1999 – 2003/2004 von 977 Schülern bis zum
Schuljahr 2015/2016 auf nur noch 650 Schüler (-33%) verringern.
Die Hauptschule Freudenberg wird im
weiteren Verlauf bis zum Schuljahr 2015/ 2016 einen Rückgang ihrer Schülerzahl
von gegenwärtig 345 Schülern – 2,4 Züge – auf voraussichtlich 220 Schüler – 1,5
Züge – und längerfristig bis zum Schuljahr 2021/ 2022 auf nur noch 195 Schüler
– 1,4 Züge – haben.
Die Realschule Freudenberg wird bis
zum Schuljahr 2015/ 2016 einen Rückgang ihrer Schülerzahl von gegenwärtig 518
Schülern – 3,1 Züge – auf voraussichtlich 430 Schüler - 2,6 Züge – und längerfristig bis zum Schuljahr 2021/ 2022 auf
nur noch 368 Schüler - 2,2 Züge - haben.
Unter Hinweis auf § 82 Abs. 4 und 5
SchulG sind Haupt- und Realschulen grundsätzlich 2-zügig zu führen.
Unter diesem Aspekt besteht für die
Hauptschule Freudenberg ein Problem und wird zu einem späteren Zeitpunkt auch
für die Realschule zu einem Problem werden.
In der demografischen Entwicklung
stellt sich die Stadt Freudenberg positiv mit relativ stabiler
Bevölkerungsentwicklung dar. Trotzdem
muss aber auch mit zurückgehenden Kinder- und Schülerzahlen gerechnet werden.
Eine Erweiterung des Schulangebotes
in der Stadt muss daher aus 2 Gründen angestrebt werden:
Einerseits gilt es, längerfristig
überhaupt noch ein trag- und leistungsfähiges Sekundarschulangebot zu erhalten
und mit einem breiten Bildungsspektrum möglichst viele Schüler der Stadt
wohnortnah zu binden und damit das Sekundarangebot zu sichern.
Anderseits muss die Stadt für ihre
weitere Stadtentwicklung
infrastrukturelle Rahmenbedingen schaffen, wobei dem Bildungsbereich
eine herausragende Schlüsselstellung zukommt.
Die Zusammenführung der Haupt- und
Realschule - und damit die Auflösung
der Hauptschule als eigenständige Schulform -
und im Gegenzug die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule stärkt den
Schulstandort Freudenberg und sichert den Eltern und Schülern, dass alle
Schulabschlüsse in Freudenberg erreicht werden können (einschl. Abitur).
Um planerisch zu ermitteln, ob der
Bedarf für eine Gemeinschaftsschule besteht, ist eine Elternbefragung
erforderlich. Dabei sollten die Eltern der Freudenberger Grundschüler vor einer
Befragung so umfangreich informiert werden, dass ihnen damit Gelegenheit
gegeben wird, sich über das neue Schulangebot zu informieren und insbesondere
das damit verbundene pädagogische Konzept kennen zu lernen.
Bei der Entscheidung über die
Einrichtung einer Gemeinschaftsschule kommt nämlich dem pädagogischen Konzept,
der Elterninformation und dem Ergebnis der Elternbefragung eine
Schlüsselstellung zu. Für die im Rat vertreten Fraktionen gilt hierbei, dass
der Elternwille vorrangig vor dem politischen Willen steht. Oder anders ausgedrückt, die Eltern
entscheiden, ob es eine neue Schulform mit einem gymnasialen Zweig in
Freudenberg geben wird.
Da nach jetzigem Stand davon
auszugehen ist, dass das entsprechende Verfahren einschl. einer evtl.
Antragstellung bis zum 31.12.2010 abgeschlossen ist, ist dringender
Handlungsbedarf gegeben. Die Fraktionen beantragen daher auch, dass
schnellstmöglich durch den Bürgermeister zu einer außerordentlichen Ratssitzung
eingeladen wird.
Antrag
der Freudenberger Grünen an den Rat der Stadt Freudenberg gem. §5 GO
Die bestehende Regelung
in der Stadt Freudenberg zur Entsorgung von Schadstoffen mit dem
Schadstoffmobil an einem festgelegten Tag von unterschiedlichen Standorten hat
sich nicht bewährt. Andere Kommunen praktizieren wesentlich effizientere
Verfahren.
Aus diesem Grunde
beantragt die Fraktion BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN die Schadstoffentsorgung wie folgt
zu regeln:
Die Schadstoffe sind auf
dem Gelände des Bauhofs also nicht mehr an verschiedenen Orten aber wie bisher
an einem bestimmten Tag an die Fa. Lindenschmidt KG zu übergeben. Die
Regelungen hinsichtlich der Bekanntgabe des Termins und die Möglichkeit zur
kostenlosen Abgabe direkt bei der Fa Lindenschmidt KG bleiben erhalten.
Neben der Verbesserung
der Übergabe für die Freudenberger Bürger verringert sich auch der Aufwand für
die Fa Lindenschmidt, was zu einer Preisreduzierung führen muss. Im Gegenzug
ist der Mehraufwand für die Öffnung des Bauhofs gering.
Begründung:
Die Erfahrungen der Beteiligten mit dem bisherigen Verfahren
war in vielen Fällen negativ. Die Abgabe erfolgte ungeordnet. Behälter mit
Schadstoffen wurden bereits vorher an den Standorten des Schadstoffmobils
abgestellt. Die Mitarbeiter der Fa. Lindenschmidt mussten die abgestellten
Behältnisse selbst verladen. Die Klassifizierung der Schadstoffe war schwierig,
da notwendige Informationen durch die Abgabepersonen fehlte. Die Folge für die
Bürger, die die Schadstoffe selbst abgeben wollten, waren lange Wartezeiten bis
hin zu einer Verweigerung der Annahme. Die betroffenen Bürger mussten
unverrichteter Dinge wieder ihre Schadstoffe mit nach Hause nehmen.
Das vorgeschlagene Verfahren führt neben den
wirtschaftlichen Vorteilen zu einer geordneteren und reibungsloseren Übergabe
bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität der Entsorgung. Das wilde Abstellen
wird verhindert. Die Abgabezeit wird durch den Wegfall der Fahr- und
Nebenzeiten (Verschließen, Sichern und Öffnen der Behälter für die Fahrt)
länger. Wartezeiten für die Bürger werden vermieden.
Etwaige Mehraufwendungen durch eine längeren Anfahrtstrecke
sind überschaubar und vertretbar. Schon heute erfolgte die Anlieferung im
Wesentlichen mit dem Auto.
Freudenberger Grüne lehnen Satzungsbeschluss zum Gewerbe-/
Industriegebiet Wilhelmshöhe-West ab
Die Freudenberger Grünen haben im Rat gegen die Änderungen des Flächennutzungsplans und den
Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans zum Gewerbe-/
Industriegebiet Wilhelmshöhe – West gestimmt. Es konnte zwar erreicht werden,
dass durch die Abstufung von
einem interkommunalen zu einem lokalen Industriegebiet, die Gesamtfläche
reduziert wurde und sich damit der Abstand zu den Wohngebieten in Bottenberg,
Lindenberg und Oberheuslingen vergrößert hat. Trotzdem werden die schützenswerten
Belange von Mensch, Umwelt und Natur immer noch unnötig belastet.
Einerseits hat die Stadt Freudenberg erheblich
über dem von der Bezirksregierung in Arnsberg genehmigten Bedarf geplant. Der Forderung,
eine vergleichbare Freifläche an anderer Stelle bei ausgewiesenen
Industrieflächen zurückzunehmen, ist die Stadt nicht nachgekommen. Die Zurücknahme
erfolgt in einem bestehenden Gewerbegebiet im Asdorftal im Zuge von
Nutzungsänderungen. Im Klartext heißt das doch, dass wegen der
Bestandsgarantie für die bestehenden Betriebe auf absehbare Zeit nichts
passiert.
Andererseits wurde die notwendige
Qualität vermisst. Alternative Planungsansätze fehlen völlig. Nutzungseinschränkungen
für die sensiblen Bereiche zur Wohnbebauung sind nicht erkennbar. Eine
Einfügung in die bestehende Geländestruktur erfolgt nicht. Schützenswerte
Biotope werden nicht erhalten.
Die Forderung nach Überarbeitung
der Planung ist nicht umgesetzt worden.
Damit werden die bestehenden Wohngebiete
nicht besser geschützt, der Freiflächenverbrauch wird nicht verringert und die Biotope aus
Niederwaldflächen, Wiesenbereichen und Quellgebieten werden zerstört.
Die Freudenberger Grünen verstehen die Bürger gut, die
Projekte dieser Art als nicht mehr zeitgemäß bezeichnen. Wenn jeden
Tag in Deutschland 100 ha Natur für Straßen, Gewerbe- und Industriegebiete,
Bauflächen und sonstigen Nutzungen verbraucht werden, sollte eigentlich jedem
klar sein, dass man angesichts der unübersehbaren Probleme so nicht
weitermachen kann.
Großes Interesse an Informationsveranstaltung der Freudenberger Grünen über
Nutzung von Solarenergie
Die vom Stadtverband BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Freudenberg
initiierte Informationsveranstaltung über die Nutzung von Solarenergie fand
reges Interesse. Die Freudenberger Grünen hatten mit dem Energieberater Gerd
Deltau aus Haiger ein Schwergewicht in Sachen Solartechnik gewonnen. Ergänzend
zeigte die Freudenberger Firma Stauß ihre Solarprodukte und konnte in der regen
Diskussion mit ihrer Fachkunde überzeugen.
In einem umfassenden Vortrag erläuterte Gerd Deltau die
Grundlagen und Nutzungsmöglichkeiten der Solarenergie für die Stromerzeugung
(Photovoltaik) und für die Wärmegewinnung (Solarthermie). Immer standen die
Nutzungsmöglichkeiten der Solarenergie für Ein- und Zweifamilienhäuser im
Mittelpunkt. Die Sonne liefert uns Energie im Überfluss. Ein Quadratmeter
Solarkollektorfläche auf dem Dach erzeugt im Jahr eine Energie wie in 100 Liter
Heizöl enthalten ist. Die tatsächliche Einsparung an Heizöl oder Gas hängt
natürlich von der Sonnenscheindauer und den gegebenen Standortbedingungen wie
vor allem der Ausrichtung der Sonnenkollektoren nach Süden und der Dachneigung
ab. Die Einsparung pro Quadratmeter Kollektorfläche und Jahr kann für Gas zwischen
50 bis 100 Kubikmeter und für Heizöl bei 50 bis 100 Liter liegen.
Bei einer Einsparung von 350 EURO Heizkosten pro Jahr können
so für eine Lebensdauer einer Solaranlage von 20 Jahren 7000 Euro eingespart
werden. Daneben verringert sich auch der Schadstoffausstoß erheblich. Fazit:
Die Installation einer Solaranlage ist grundsätzlich immer sinnvoll.
Gerd Deltau ging auch auf die entstehenden Investitionen und
die Amortisation der Solaranlagen sowie die Fördermöglichkeiten und
Förderbedingungen ein. Für dieses Jahr hat der Bund erneut Fördergelder zur
Verfügung gestellt. Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Unter der Internetadresse www.bafa.de können Anträge heruntergeladen
werden und Informationen wie viel Fördermittel noch zur Verfügung stehen
eingeholt werden.
Der Appell des Abends lautete.
-
Auf erneuerbare Energien umschalten
-
Energie einsparen
-
Energie effizienter nutzen
Zum Abschluss konnten die Teilnehmer umfangreiches
Informationsmaterial über die Solartechnik, Förderbestimmungen sowie
Klimaschutz und Nachhaltig leben mitnehmen. Besonders hingewiesen wurde auf
eine Broschüre der Verbraucherzentralen zum Thema „Heizung und Warmwasser -
Moderne Heiztechnik mit Sonnenenergie, Holz und Co“. Die Broschüre ist bei der
Bremer Verbraucherzentrale, Am Altenweg 4, 28195 Bremen gegen Vorlage eines
Verrechnungschecks über 10,40 Euro erhältlich.
Mit einem Dank der Freudenberger Grünen an den Vortragenden
Gerd Deltau, die Firma Stauß sowie vor allem an die Teilnehmer der
Veranstaltung wurde der Abend beendet.
|